„Wer wissen will, muss erfahren!“

Das Lehrsystem von JUNGDO Taekwondo ist einesteils tief im asiatischen Gedankengut verwurzelt und nimmt anderenteils Rücksicht auf die Erfordernisse der aktuellen Zeit. Es baut sich wie folgt auf:

Jeder Mensch muss alle seine Erfahrungen selbst machen. Erwachsene sind beruflich und privat oft auf sich alleine gestellt. Und Eltern können ihre Kinder aufziehen, selbst ausbilden, ausbilden lassen, beschenken und ihnen Lebensfreude vermitteln. Sie können aber nicht ständig bei ihnen sein.

Um sich selbst zu schützen, während man beruflich oder privat auf sich selbst gestellt ist, ist eine fachgerechte Aus- und Weiterbildung in Bereichen, die als überlebensnotwendig angesehen werden, empfehlenswert. Dazu zählen u.a. Themen wie Gefahrenbewusstsein und Aufmerksamkeit, Schwimmen, Sicherheit im Straßenverkehr, Fähigkeit zum Eigenschutz und zur Selbstverteidigung, zur Fremdverteidigung und ausgeprägte Reaktionsschnelligkeit.
Lehrprogramme welche Lebensmuster (Philosophien) beinhalten oder darauf aufbauen, haben sich als sehr effektiv erwiesen und stehen hier im Vordergrund.

Das JUNGDO Taekwondo basiert auf dem Traditionellen Taekwondo und stellt ein Lebensmuster beispielhaft dar. In historisch belegten Strukturen finden wir klare Beweise, dass damals schon über die Kriegskunst hinaus das Ziel bestand, den Menschen ethisch an erste Stelle zu rücken. Eine wichtige Grundlage bildet dabei das Zen. Mittels einer positiv gesteuerten, konsequent angelegten Schulung ist dieses Wissenspotential vermittelbar. Auf natürliche Weise werden sowohl geistige, als auch körperliche Aktionen situationsbedingt in geordnete Bahnen gelenkt. Dies ermöglicht spontan richtige Entscheidungen zu treffen und diese sowohl geistig als auch körperlich blitzschnell optimal umzusetzen.

Jungdo-Taekwondo-Stuttgart-Lehrsystem-ganzheitlich-daVinciNeben der körperlichen Entwicklung stehen die Werteerziehung und Persönlichkeitsentwicklung im Vordergrund. Auf gesunde Weise wird der komplette Bewegungsapparat trainiert, das Körperbewusstsein und die Motorik gefördert und Kampfkunst und Selbstverteidigung erlernt. Dabei bilden Disziplin, Regeln, Höflichkeit, Respekt und Hilfsbereitschaft den Rahmen unseres Trainings. Durch regelmäßiges Üben entwickeln sich neben der körperlichen Standhaftigkeit innere Stärke, ein hohes Durchhaltevermögen, explosives Reaktions- und Aktionsvermögen und ein gesundes Selbstwertgefühl.

Jungdo-Taekwondo-Stuttgart-Jugendliche-Präzisions-KickDer Freikampf wird ohne Kontakt geübt – gegenüber dem Vollkontaktkampf anderer „Wettkampf-Systeme“. Alle Techniken müssen rechtzeitig vor dem Partner abgestoppt werden, ohne diesen zu verletzen. Dadurch lernen die Teilnehmer, ihre Kraft und Bewegungsdynamik zu kontrollieren. Diese Art des Freikampfes, dessen Sinn das geistige Aufbauen und nicht das körperliche Zerstören ist, fördert vor allem die Kreativität des Ausführenden. Man lernt den Respekt vor der Persönlichkeit des Partners ebenso wie die Fähigkeit, reflexartig und entsprechend auf unvorhersehbare Aktionen zu reagieren.

Im Training macht jeder die Übungen nach den eigenen Möglichkeiten und wird individuell gefördert und gefordert.

Das Lehrsystem in unseren Schulen ist aufgeteilt in

  • Form / Hyong
  • Bruchtest
  • Freikampf
  • Safetykampf
  • Selbstverteidigungstechniken
  • Umgang mit Stock-, Stich- und Schlagwaffen

Jungdo-Taekwondo-Stuttgart-Erwachsene-SelbstsicherheitDie Hyong (Form) im traditionellen Taekwondo stellt eine Auseinandersetzung mit imaginären Gegnern dar, bei der speziell Gedächtnis, Koordination, Konzentration und Atmung geschult werden. In den Hyongs sind alle wesentlichen Techniken enthalten. Sie bilden eine vorgeschriebene Reihenfolge von Abwehr- und Angriffstechniken, in deren Darstellung und Interpretation sich die Persönlichkeit des Ausführenden widerspiegelt. Durch die ständigen Wiederholungen der vorgegebenen Bewegungsabläufe im Unterricht wird der Geist geschult, sich über den Körper zu verwirklichen. Die Hyong eignet sich zudem hervorragend zum selbständigen Trainieren. Im traditionellen Taekwondo gibt es insgesamt 24 verschiedene Hyongs, in deren Namensgebung und Schrittmuster Geschichte und Persönlichkeiten Koreas wiedergegeben sind.

Jungdo-Taekwondo-Stuttgart-Kinder-Sprungseitkick-BruchtestDer Kyek Pa (Bruchtest) dient zur Stärkung der Willenskraft, baut das Durchhaltevermögen auf und übt uns in der Konsequenz, ein Ziel ins Auge zu fassen und es zu erreichen. Er ist ein Gradmesser für die geistige Entwicklung des Ausführenden. Im Training wird der Bruchtest nicht speziell geübt, ist aber Prüfungsbestandteil aller Gürtelprüfungen und ist Ausdruck für die Technik und das Durchsetzungsvermögen des Vorführenden. Nur im richtigen Einklang von Atmung, Konzentration, exakter Technik und geistiger Willensstärke ist der Bruchtest erfolgreich.

Jungdo-Taekwondo-Stuttgart-Jugendliche-SprungseitkickDer Chayu Taeryon (Sparring / Freikampf ohne Körperkontakt) ist die unmittelbare Konfrontation mit einem Gegner und dient zur Stärkung der Entscheidungskraft, den Gegner einzuschätzen und zum richtigen Zeitpunkt die passende Abwehr oder Angriffstechnik zu finden und diese auch anzuwenden. Alle Techniken müssen rechtzeitig vor dem Partner abgestoppt werden, ohne diesen zu verletzen. Gegenüber dem Vollkontaktkampf anderer (Wettkampf-) Systeme, bei dem die Vielzahl der möglichen Bewegungen nur auf einige wenige, punktebringende Techniken beschränkt sind, wird durch den kontaktlosen Freikampf im traditionellen Taekwondo die volle Breite aller Bewegungsmöglichkeiten ausgeschöpft. Diese Art des Freikampfes, dessen Sinn das geistige Aufbauen und nicht das körperliche Zerstören ist, fördert vor allem die Kreativität des Ausführenden. Man lernt den Respekt vor der Persönlichkeit des Partners ebenso wie die Fähigkeit, reflexartig und entsprechend auf unvorhersehbare Aktionen zu reagieren.
Es existieren zwei Formen des Sparrings:
1. Freikampf (Chayo Taeryon)
2. Einschritt- bzw. Mehrschritt-kampf (Ilbo-, Ibo-, Sambo-Taeryon)

Safetykampf dient zur realitätsbezogenen Angriffs- und Abwehr-Methode. Der Kampf wird im Leichtkontaktsystem und ausschließlich mit Schutzausrüstung trainiert.

Jungdo-Taekwondo-Stuttgart-Erwachsene-Selbstverteidigungs-HebelSelbstverteidigungstechniken sind die logische Anwendung der verschiedenen „Bewegungen“, die bei den Formen, beim Sparring/Freikampf und aus den Grundbewegungen (Block-, Schlag-, Tritt-, Griff-, Hebel-, Befreiungs-, Wurf- und Falltechniken) gelernt werden. Die Techniken sind in jeder Hinsicht für die Verteidigung in der Praxis gedacht. Sie sollen bei einem plötzlichen Angriff eines bewaffneten oder unbewaffneten Gegners benutzt werden. Der Verteidiger muss in der Lage sein, sich die Schwungkraft und die Stärke des Gegners zunutze zu machen und gleichzeitig die eigenen dynamischen und reflexartigen Handlungen auf ein momentan ungeschütztes Ziel zu richten. Diese Verteidigungstechniken können nur wirkungsvoll sein, wenn der Schüler sich die Zeit nimmt, sie ständig unter möglichst realistischen Bedingungen zu üben.

Jungdo-Taekwondo-Stuttgart-Erwachsene-SchwertkampfUmgang mit Stock-, Stich- und Schlagwaffen dient zum Händling und Umgang mit dem Shinai (Bambusschwert) sowie ähnlichen Waffen. Dadurch resultiert ein Verständnis zur Gegenwehr eines Waffenangriffes oder Ähnlichem.

 

 

 

Die Aus- und Weiterbildung dieser wichtigen Fähigkeiten durch Jungdo Taekwondo kann für alle Personen, die potenziell mit Gefahrensituationen konfrontiert werden oder sich körperlich und geistig stärken möchten, im privaten wie im beruflichen Leben eine große Hilfe sein.