Sport verbindet – Flüchtlinge zu Gast bei Jungdo Taekwondo Stuttgart

Sport verbindet – Flüchtlinge zu Gast bei Jungdo Taekwondo Stuttgart

Dass Sport die Integration fördert und die Menschen verbindet, wissen wir nicht erst seit die Bundesregierung ihre Kampagne „Integration. Wir machen mit.“ gestartet hat. Schon immer trainieren bei Jungdo Taekwondo Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zusammen – Männer, Frauen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Sport verbindet – Kampagne der Bundesregierung „Integration – Wir machen mit.“

Am 23. Februar 2016 waren 12 syrische Asylbewerber bei Jungdo Taekwondo zu Gast. Die Männer, Frauen und Kinder besuchten einen Deutschkurs bei Sonja Herrmann alias Sonja Asmahan, 1. Dan Taekwondo. Dort lernen sie nicht nur deutsch, sondern haben in den Pausen auch Taekwondo zur Entspannung, Dehnung, Lockerung und Abwechslung geübt.

Im Rahmen einer Massnahme der Bundesagentur für Arbeit hatten 25 syrische Flüchtlinge die Möglichkeit, einen drei Monate andauernden Deutsch Einstiegskurs zu besuchen. Der Kurs wurde durch das IHK Bildungshaus Region Stuttgart durchgeführt und dank der Arabisch-Kenntnisse der Dozentin Sonja Herrmann konnte ein guter Kontakt zu den Kursteilnehmern hergestellt werden. Es gelang ihr, die seit September 2015 in der Turn- und Festhalle Stuttgart-Hedelfingen untergebrachten Flüchtlinge trotz ihrer erschwerten Umstände im Unterricht an der Stange zu halten und sie mit wichtigen Informationen zu versorgen.  An 4 Nachmittagen in der Woche lernten Sie Deutsch im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde S-Wangen. In der Pause hatten die Flüchtlinge die Gelegenheit, mit ihrer Dozentin 20 Minuten Taek Won Do zu trainieren, um ihre Köpfe wieder freizubekommen. Dies wurde dankbar angenommen. Überhaupt waren die Schüler sehr motiviert, Deutsch zu lernen und froh, dem lauten Treiben der Flüchtlingsunterkunft für einige Stunden entkommen zu können.

Der Besuch bei Jungdo Taekwondo war der krönende Abschluss des Kurses. Alle Teilnehmer bekamen einen Taekwondo-Anzug geschenkt und nahmen am Training Teil. Die syrischen Teilnehmer aus allen Altersstufen und Bevölkerungsschichten waren aufmerksam und mit vollem Einsatz bei der Sache. So ist es nur konsequent, dass sie alle am Ende noch einen Bruchtest machen durften.

Es ist der gegenseitige Respekt, der im Taekwondo gelehrt und gelebt wird und der das gemeinsame Trainieren ganz selbstverständlich macht. Und zwar unabhängig von Herkunft, Alter oder Geschlecht. Vor allem Kinder und Jugendliche lernen hier Disziplin und Respekt, was sich auch positiv auf andere Lebensbereiche auswirkt.

Und die Sprachbarriere? Diese Frage stellt sich beim Taekwondo nicht. Die Schüler lernen durchs Nachmachen, und von eins bis zehn zählen alle in der gleichen Sprache: Nämlich auf Koreanisch. 🙂

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